Die Gürtelrose ist eine Folgeerkrankung der Windpocken, die meist im Kindesalter durchgemacht werden. Einige Viren nisten sich nach dem Abklingen der Windpocken im Rückenmark ein und brechen im Erwachsenenalter als Gürtelrose erneut aus. Meist tritt die Gürtelrose auf, wenn der Körper und das Immunsystem wegen einer anderen Krankheit geschwächt sind.
Die Gürtelrose ist eine schmerzhafte Erkrankung, die sich in wassergefüllten Bläschen auf der Haut manifestiert. Da die Herpes Zoster-Viren die Nervenbahnen befallen, kommt es oftmals zu anhaltenden, stechenden und brennenden Schmerzen, die auch nach Abklingen der Krankheit anhalten können.
Zunächst werden bei einer Gürtelrose virenhemmende Medikamente verschrieben, um die Virenlast im Körper einzudämmen. Sind starke Nervenschmerzen vorhanden, wird mit Hilfe von Antidepressiva, Schmerzmitteln bzw. lidocainhaltigen Medikamenten versucht, die Schmerzweiterleitung zu unterbinden.
Die schulmedizinische Behandlung der Gürtelrose kann mit alternativen Behandlungsmethoden ergänzt werden. Dazu zählt beispielsweise die Akupunktur, mit welcher eine nachweisbare Schmerzlinderung erzielt werden kann.
Johanniskraut hat sich bei der Behandlung der Gürtelrose ebenfalls bewährt. Die Bläschen werden mit Johanniskrautöl eingerieben, während Tinkturen aus Johanniskraut innerlich zur Behandlung angewendet werden. Für die äußere Anwendung eignen sich auch Salben auf der Basis von Zitronenmelisse und Ringelblumenextrakt.
In der Homöopathie stehen verschiedene Tinkturen zur Behandlung der Gürtelrose zur Verfügung. Rhus toxicodendron D30 wirkt schmerzlindernd und unterdrückt den Juckreiz der Bläschen. Rechtzeitig eingenommen, kann Rhus toxicodendron D30 den Verlauf einer Gürtelrose signifikant abschwächen.
Arsenicum album D6 und Mercurius solubilis D12 wirken heilend bei schmerzhaftem Hautausschlag und entzündeten Bläschen. Calcium carbonicum D12 und Sulfur D12 helfen bei einem schweren, schmerzhaftem Verlauf der Haustausschläge. Cantharis vesicatoria unterstützt ebenfalls die Heilung der Hautausschläge.
Bei der homöopathischen Behandlung der Gürtelrose werden oft auch Globuli mit Hypericum perforatum und Apis mellifica zur Behandlung der Nervenschmerzen und Linderung der Hautausschläge eingesetzt.
Wichtig ist vor allem, das Immunsystem mit einer leichten, vitaminreichen Ernährung zu unterstützen und mit zusätzlichen Multivitaminpräparaten, die die Vitamine A, B, C und E enthalten, zu stärken. Auch Echinacea purpureae (roter Sonnenhut) stärkt die Abwehrkräfte, indem es die Anzahl der Leukozyten und Milzzellen steigert und so die Immunabwehr stimuliert. Folsäurehaltige Lebensmittel wie Vollkornprodukte und grüner Blattsalat sind ebenfalls hilfreich, da die enthaltene Folsäure die Bildung von Antikörpern und die Aktivität der Abwehrzellen fördert.
Auch verschiedene Schüssler-Salze wie Ferrum, Kalium und Magnesium Phosphoricum, Natrium Chloratum und Natrium Phosphoricum, Silicea und Zincum Chloratum haben eine therapeutische Wirkung bei der Behandlung der Gürtelrose.